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Verein der 50er Damen Sagenhafte Welt des Schwarzbachtales im Vogelsberg
An einem Herbst-Sonntag im Oktober fuhren wir mit dem Bus von Gießen in den Vogelsberg. Wir trafen uns mittags auf dem Parkplatz an der Ringallee und rätselten, ob wir wohl für den rauen Vogelsberg warm genug angezogen seien. Der Bus brachte uns jedenfalls erst einmal sicher und warm auf rund 760 Meter Höhe zum Hoherodskopf. Dort schwärmten wir in kleinen Gruppen aus. Einige wollten einen kleinen Mittagsimbiss einnehmen, andere machten eine kurze Wanderung mit fantastischem Rundblick, und wieder andere fuhren auf der Sommerrodelbahn oder beobachteten die eifrigen Sportler im Kletterwald.

Bild: Manfred Meinhardt mit dem "Zauberstock"
Nur einen Katzensprung weit war es mit dem Bus vom Hoherodskopf nach Ilbeshausen. Dort erwartete uns der Naturführer Manfred Meinhardt zu der Wanderung durchs Schwarzbachtal.
Zünftig gekleidet und mit einem faszinierenden Wanderstab, der aus dortigem Holz geschnitzt war, führte er uns bergauf durch den herbstlich bunten Laubwald. An ausgewählten Plätzen erzählte er uns anschaulich z.B. die Sage wie der Vogelsberg zu seinem Namen kam. Als der Herrgott den Teufel aus dem Himmel warf, landete dieser in dem Gebiet um Herchenhain und traf dort einen Schmied. Dieser schloss mit dem Teufel einen Pakt, wonach des Schmieds Seele dem Satan gehöre, wenn dieser drei Aufgaben bestehe, die der Schmied ihm stellen würde. Die beiden ersten Aufgaben konnte der Teufel nicht lösen und als letzte Aufgabe führte der Schmied den Teufel hinter das Haus und dort saß ein riesiger Vogel auf dem Baum. Was für ein Vogel ist das? Als der Teufel diesen seltsamen Vogel nicht benennen konnte, flog er mit Gestank zur Hölle. Dieser Ort wurde fortan von der Bevölkerung als „Vogelsberg“ benannt. Wer wissen möchte, was für ein Vogel es war, sollte sich von Manfred Meinhardt durch den Vogelsberg führen lassen oder im Internet nachschauen.

Bild: Die 50er an den Uhuklippen
Ein weiterer sagenumwobener Ort sind die Uhuklippen - riesige Basaltblöcke, die von Uhus bevölkert werden und in ihren Formen die Fantasie anregen. Der Sage nach war Noah mit seinem Schiff hier gestrandet und zu Stein geworden. Man erkennt in den Steinen die Formen eines Schiffes, eines Gesichts und verschiedener Tiere.
Nur wenige hundert Meter weiter befindet sich ein riesiger Basaltblock in Form eines Tisches. An diesem sog. Teufelstisch hatten einst Waldarbeiter mit einem Fremden Karten gespielt. Erst als der Fremde nach gewonnenem Spiel von dannen ging, erkannten die Waldarbeiter am Pferdefuß, dass es der Teufel war.

Bild: Am sagenhaften Teufelstisch
Wir überquerten den Schwarzbach über eine hölzerne Brücke und freuten uns nach so vielen Sagen auf einen heißen irdischen Kaffee.
Zum Abschluss dieses Tages erwartete uns ein Spanferkel, das vom Darmstädter Hof in Ulrichstein-Feldkirchen köstlich zubereitet und mit Meerrettichsoße und Kartoffeln gereicht wurde.

Bild: Deftiger Abschluss in Feldkrücken
Text und Bilder: Gabriele von Zerssen (50er-Damen)
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